Eine wahrhaft wahnwitzige Idee liegt Capeks Groteske von zugrunde: Angenommen, der Pantheismus hätte recht und jedes Teilchen der Materie hätte etwas Göttliches. Angenommen ferner, es gelänge, das Göttliche aus dieser stofflichen Bindung herauszulösen? In Capeks Geschichte gibt es eine solche Maschine, den „Karburator“, eine Maschine, die Materie vernichtet und der Menschheit unerschöpfliche Energie liefert. Ein unermeßlicher Segen. Scheint es. Aber als Nebenprodukt wird das „Absolutum“, das „Göttliche“, freigesetzt. Und sind die Menschen der Begegnung mit dem Göttlichen, mit unendlicher Gnade und Barmherzigkeit wirklich gewachsen? Wie reagieren sie – der Ingenieur, der Industrielle, der Geistliche, der Diplomat, der Karussellbesitzer, der Gelehrte, der General, der Staatsmann – auf Gottes Allmacht? Die Folge ist keine allgemeine Beglückung, sondern das absolute Chaos, Intoleranz, Egoismus und Anmaßung triumphieren, die zersplitterte bürgerliche Gesellschaft zerfällt vollends, Chaos breitet sich aus und kulminiert in einem neuen Weltkrieg.
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